Die duale Farce

Der grüne Scheisspunkt
Am 8.1. sahen wir im WDR-Fernsehen die Sendung „Müll-Geschäfte – Der Milliarden-Poker mit Grünem Punkt und Gelbem Sack“. Als Konsequenz beenden wir unsere jahrelange strikte Mülltrennung von Plastik- und Restmüll. Grob zusammengefaßt ist der grüne Punkt eine reine Geldschäffelei des nicht staatlichen Unternehmens “Duales System Deutschland GmbH“, das mit illegalen Methoden und Politikereinkauf sein Müllmonopol gegen Konkurrenten verteidigt und mit Umweltschutz soviel am Hut hat wie Makrelen mit Nintendo. Sie schaffen nicht mal prozentual mehr Plastik auszusortieren als moderne Restmüllanlagen. Am Ende landen Restmüllplastik und die duale Verarschung in den selben Verbrennungsanlagen. Wir empfehlen deshalb bewusst keine gelben Tonnen und Säcke zu befüllen, da die Firma “Duales System Deutschland GmbH” Geld für jedes Kilo angeblich recycelten Müll bekommt, das wir Verbraucher mit dem Kauf von Produkten in Grüner-Punkt-Verpackungen bezahlen. Altpapier- und -glas werden wir selbstverständlich weiterhin sammeln.

The dual piss take. This is about a TV report we saw some days ago concerning plastic recycling in germany. The corrupt plastic waste monopolist “The Dual System” does a very bad job and that’s why we’ll now stop seperating our plastic waste.

2 thoughts on “Die duale Farce”

  1. 1) Ja, das Duale System Deutschland ist Dreck und gehört ersetzt. Ersetzt, nicht ersatzlos gestrichen. Offengestanden akzeptiere ich als Alternativen momentan nur selber trennen und beim Recyclinghof abgeben oder Müll vermeiden.

    2) Der Wert an der Mülltrennung ist m.E. weniger der ökologische Gewinn als vielmehr das Trimmen einer ganzen Nation auf bewussteres Müllverhalten. Sowas dauert Jahrzehnte und dürfte hilfreich sein in dem Moment, indem die Technik gut genug ist, viel von dem Zeug wirklich zu recyclen oder die Politik clever genug ist, die Verpackungsverordnung passend zu ändern. Auch wenn das DSD nicht hält, was es verspricht, ist für viel an Recycling eine frühzeitige Trennung bis auf weiteres nötig.

    3) Müll ist ein gesellschaftliches, ökonomisches und ökologisches Problem und nicht trivial zu lösen. Aus einer ökologischen Gesamtrechnung kann dummerweise herauskommen, dass verbrennen im Vergleich zu recyclen oder wiederverwerten die umweltfreundlicheste Variante ist.

    4) Der größte Teil des Hausmülls sind kompostierbare Küchenabfälle, die nicht automatisch getrennt werden können, den Restmüll verdrecken und nicht vernünftig verbrennbar sind. Wer das Müllproblem aktiv zu lösen helfen will, sollte primär einen Weg finden, wie er seinen Biomüll sauber los wird. Der darf ja in Zukunft auch nicht mehr direkt auf die Kippe, sondern muss wie alles andere vorher verbrannt werden.

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